Top 17NEU: Änderung der Beitragsordnung des VCP e.V. Bund
| Veranstaltung: | Bundesversammlung 2021 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Landesversammlung des VCP Bayern |
| Status: | Modifiziert |
| Eingereicht: | 11.05.2021, 18:28 |
| Veranstaltung: | Bundesversammlung 2021 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Landesversammlung des VCP Bayern |
| Status: | Modifiziert |
| Eingereicht: | 11.05.2021, 18:28 |
Die Bundesversammlung möge beschließen, der Beitragsordnung des VCP e.V. unter
Paragraph 10 wie folgt zu ändern:
§ 10 Zeitschriften
1. Jedes Mitglied, das mindestens sieben Jahre alt ist, erhält die
Verbandszeitschrift kostenfrei in ausgedruckter Form. Auf Wunsch des Mitglieds
kann die Verbandszeitschrift stattdessen digital zugestellt werden.
2. Mitglieder, denen ein Familienbeitrag gewährt wird, erhalten ein Exemplar der
Verbandszeitschrift in schriftlicher Form. Auf Wunsch können auch alle
Mitglieder der Familie die Verbandszeitschrift in digitaler Form erhalten.
§ 10 Zeitschriften
1. Jedes Mitglied, das mindestens sieben Jahre alt ist, erhält die
Verbandszeitschrift kostenfrei in ausgedruckter Form. Auf Wunsch des Mitglieds
kann die Verbandszeitschrift stattdessen digital zugestellt werden.
2. Mitglieder, denen ein Familienbeitrag gewährt wird, erhalten ein Exemplar der"gestrichen"
Verbandszeitschrift in schriftlicher Form. Auf Wunsch können auch alle
Mitglieder der Familie die Verbandszeitschrift in digitaler Form erhalten.
§ 10 Zeitschriften
1. Jedes Mitglied, das mindestens sieben Jahre alt ist, erhält die
Verbandszeitschrift kostenfrei in ausgedruckter Form. Auf Wunsch des Mitglieds
kann die Verbandszeitschrift stattdessen digital zugestellt werden.
2. Mitglieder, denen ein Familienbeitrag gewährt wird, erhalten ein Exemplar der oder die in einem Haushalt lebrn haben die Möglichkeit alle bis auf ein gedrucktes oder digitales Exemplar der Verbandszeitschrift pro Familie/Haushalt abzubestellen.
Verbandszeitschrift in schriftlicher Form. Auf Wunsch können auch alle
Mitglieder der Familie die Verbandszeitschrift in digitaler Form erhalten.
Zusätzlich kann jedes einzelne Mitglieder der Familie die Verbandszeitschrift in digitaler Form bestellen.
Die fehlende Möglichkeit, unsere Verbandszeitschrift auch rein digital zu
erhalten, ist nicht mehr zeitgemäß. Das Thema Nachhaltigkeit ist uns als
Pfadfinderverband wichtiger denn je. Das zeigt sich sowohl in unserer Satzung
als auch in den Pfadfindergesetzen. Am Bundesrat I / 2021 wurde ein Referat für
das Thema Nachhaltigkeit eingesetzt und wir haben eine zusätzliche Gruppe an
Personen, die sich mit dem Thema SDGs beschäftigt. Das Thema Print beschäftigt
uns auf Bundesebene immer wieder. Erst vor wenigen Jahren haben wir uns dafür
entschieden, die Unterlagen zur Bundesversammlung digital zu versenden. Aber
auch bei Diskussionen im Bundesrat zeigt sich immer wieder: Wir wollen weniger
Print und versuchen dies zu vermeiden (z.B. der Jahresbericht wird deutlich
weniger gedruckt, deutliche Kritik am Druck von Arbeitshilfen).
Es geht hier nicht darum, die gedruckte Zeitschrift abzuschaffen oder die Arbeit
der anp-Redaktion geringzuschätzen. Allerdings ist es belegt, dass die anp mit
einer Jahresauflage im Jahr 2020 von vier Mal ca. 18.000 Exemplare (und bei
einer Dicke von rund 20 Seiten) beim Thema Printmedien zu unseren
meistgedruckten Werken gehört.
Zusätzlich würde die anp mit der Option auf rein digitalen Erhalt deutlich mehr
Menschen erreichen, als es aktuell der Fall ist. Denn aktuell ist es leider so,
dass dem VCP (z.B. bei Studierenden) nicht die richtigen Adressen vorliegen,
falsch oder überflüssig zugestellte Magazine dann weggeworfen bzw. nicht gelesen
wird.
Zuletzt der finanzielle Aspekt. Im Jahr 2020 wurden 16.824€ reine Druckkosten
und 38.610€ reine Portokosten bezahlt. Auf Bundesebene werden derzeit viele
Kostenstellen hinterfragt und dazu sollte diese auch gehören. Bei geringerer
Auflage sinken auch die Gesamtkosten; Steigerungen sind mit dem Blick auf die
Kostenaufstellung der Jahre 2017-2020 nicht zu erwarten. Zusammengefasst
wünschen wir uns eine Wahlmöglichkeit für unsere Mitglieder: Wollen sie die anp
gedruckt oder nur digital erhalten? Und im Falle des Familienbeitrags, wie viele
Exemplare
gewünscht sind. Als Hauptargumente sind Nachhaltigkeit, Bedürfnisse der
Mitglieder, zeitgemäße Mitgliederkommunikation und finanzielle Aspekte zu
nennen.
Kommentare
Jonathan P.:
Sören (BL K&P) :
folgende Optionen hast du, damit die anp-Ausgaben kein "unnötiger Papiermüll" in deinem Haushalt sind:
Stelle überzählige Exemplare der Gesellschaft zur Verfügung:
- lege sie im Gemeindehaus aus oder schenke sie dem Gemeindevorstand, der*dem Pfarrer*in / Pastor*in
- packe sie beim Arzt zu den anderen Zeitungen in den Warteraum
- erfreue Menschen im Altenheim mit einer Ausgabe
- für eine Anp-Sammlung im Stammesheim, gerade für zukünftigen Generationen kann solch ein Archiv gold wert sein.
- "Vergiss" die Ausgabe im Zug, der DB Lounge etc.
- schenke die überflüssigen Ausgaben Menschen, die sich für die VCP-Verbandsarbeit interessieren könnten (Externe, ehemalige etc.)
- ...
Werde kreativ:
- bastel schöne Briefumschläge aus der anp und schreibe Post an deine Pfadifreunde in der ganzen Welt
- werde zum Origami-Künstler und erfreue Menschen in deinem Umfeld oder dich selbst
- bastel eine "Zeitschriftenlampe" (weitere kreative Ideen: https://deavita.com/bastelideen/basteln-mit-zeitungspapier-flechten-falten.html)
- Tapeziere dein Zimmer mit überflüssigen anp-Ausgaben
....
Eine sehr motivierte Redaktion erstellt 4x im Jahr ein über die Verbandsgrenzen hinaus weit geschätzes Mitgliedermagazin. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man mit Hilfe der anp-Ausgaben auch anderen Menschen eine Freude machen kann.
Ich würde mich freuen, wenn die anp-Ausgaben nicht als unnötigen Papiermüll gesehen werden, sondern als aktives Kommunikationsmedium - auch außerhalb der VCP-Welt.
Dafür bedarf es natürlich eurer aller Unterstützung - wir sind der VCP - wir sind die besten Multiplikator*innen.
Susi Heinrich:
Patrick Ott:
Lena:
Eva Lubnau:
Annika BY:
Wir möchten dass zukünftig jede*r proaktiv selbst entscheiden kann wie er die anp erhalten möchte, ob postalisch in ausgedruckter variante oder digital. Familien können ebenfalls entscheiden ob jedes Familienmitglied eine eigene Zeitschrift per Post erhalten will oder ob sie vielleicht nur ein exemplar in papierform erhalten und die die anderen es auf digitalem wege erhalten (aber ja trotzdem die papierform zuhause lesen können...ist ja einmal da...)
Sören (BL K&P) :
ich kann euren Gedankenansatz durchaus nachvollziehen.
Zur Info:
- Seit einigen Jahren kann man überzählige anp-Ausgaben wie oben von Lena beschrieben über die VCP-Bundeszentrale abbestellen.
- Seit einigen Jahren ist es auch möglich die anp-Ausgaben via https://issuu.com/vcp.de digital zu lesen. Hinzu kommt, dass viele Artikel weiteren multimedialen Content aufweisen, der über unseren Blog: https://www.vcp.de/pfadfinden/ und die sozialen Medien, sowie unserem Newsletter Leitung Aktuell eine breite Masse an Menschen erreicht.
Zusammengefasst: Eurer Antrag ist bereits umgesetzt. Man kann die überzähligen Papierausgaben abbestellen und rein auf digitale Inhalte zurückgreifen.
Sören Bröcker (BL K&P) :
um noch eine Info zum Thema ökologische Nachhaltigkeit, auf die in der Antragsbeschreibung ausführlich hingewiesen wird.
Papierzeitungen sind nicht zwingend ökologisch im Nachteil gegenüber digitalen Zeitungen.
Im Durchschnitt ist die Umweltbelastung des Lesens elektronischer Medien geringer als bei den gedruckten Varianten. Die Zeitungslektüre hingegen generiert in etwa die doppelte Menge an Emissionen. Das Online-Lesen wird besonders umweltfreundlich, wenn man auf einen EBook-Reader zurückgreift, anstatt ein Tablet oder einen Computer zu nutzen, da diese deutlich mehr Strom verbrauchen.
Beachten muss man allerdings, dass sich diese Annahme mit zunehmender Lesedauer umkehrt. Wer nur 10 Minuten benötigt, um sich hinreichend zu informieren, sollte auf die Onlinevarianten zurückgreifen. Ab einer halben Stunde Lesen oder einer Nutzung von mindestens drei Personen empfiehlt es sich, die gedruckte Variante zu bevorzugen. Das liegt daran, dass eine einmalig gedruckte Zeitung danach beliebig lang emissionsfrei gelesen werden kann, wohingegen die Umweltbelastung beim Lesen im Internet mit zunehmender Dauer ansteigt.
Der CO2-Ausstoß hängt stark davon ab, aus welchen Varianten der Strom für den Server, das digitale Medium etc. gewonnen wird. Erfolgt die Generierung des Stroms aus umweltfreundlicheren Varianten, sind die Onlinemedien grundsätzlich ökologischer als die Printmedien.
Weiterhin muss berücksichtigt werden, dass elektronische Zeitungen einen deutlich höheren CO2-Ausstoß haben, wenn man sie über das Handynetz (UMTS) herunterlädt und nicht über WiFi oder Kabel.
Die elektronischen Medien sind im Vergleich zu den Printvarianten auch dann ökologischer, wenn der Druck auf Frischpapier vollzogen wird. Wird hingegen Recyclingpapier verwendet, sind die Printmedien den Onlinevarianten überlegen.
Zur anp:
Der Umwelt zur Liebe wird die anp auf 100% Recyclingpapier und klimaneutral gedruckt. Das Druckerzeugnis ist mit dem Blauen Engel gekennzeichnet.
Zum Versand:
Der Versand erfolgt über die Deutsche Post AG - Die CO2-Emissionen für nationale und internationale Briefsendungen werden ab 2022 automatisch und ohne Aufpreis durch zertifizierte Projekte bei der Deutschen Post AG ausgeglichen.
Unterm Strich:
Wenn länger als 10 Minuten in einer Anp-Ausgabe gelesen wird, ist es grundsätzlich ökologischer, eine gedruckte Variante zu beziehen.
Sören Bröcker (BL K&P) :
und hier noch ein Hinweis zur "Historischen Nachhaltigkeit".
Eine anp-Ausgabe ist auch immer ein zeithistorisches Dokument, das aufzeigt, welche Themen die Pfadiwelt zu einem gewissen Zeitpunkt bewegt hat.
Hast du schon einmal eine Ausgabe von 1965 aus dem Stammesarchiv in den Händen gehalten? Bist du schon einmal mit den Fingern über die Rücken von 50 anp-Ausgaben entlanggefahren? Warst du schon einmal in einer Pfadihütte an einem verregneten Herbststag und hast im Schlafsack vor dem Kamin in alten anp-Ausgaben gestöbert?
Ich bin in keinem Fall ein Fan von digitalen Angeboten und freue mich über alles, was sich digitale erledigen lässt. (Tageszeitung, Bezahlvorgänge, Kommunikation etc. )
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass man den historischen Mehrwert von Prinausgaben im Hinterkopf behält, der auf dem ersten Blick vielleicht nicht ganz so erkennbar ist.
Die anp in gedruckter Form ist und bleibt ein zeithistorisches Dokument - eine digitale Ausgabe wird solch eine Rolle nicht einnehmen können.
Oder ist dir schon einmal die digitale Anp-Ausgabe 2/2010 zufällig in die Hände gefallen und du hast dich darüber gefreut, dass du endlich die 13 Tipps für eine saubere Lagerküche kennengelernt hast?
Sören (BL K&P) :
3. Absatz:
"Ich bin in keinem Fall ein Fan von digitalen Angeboten..."
Es müsste heißen:
Ich bin in jedem Fall ein Fan von digitalen Angeboten..
Patrick Ott:
Danke für deinen Kommentar.
Wir haben uns auch bereits im Vorfeld mit dem Argument "Nachthaltigkeit" beschäftigt. Leider hat diese etwas anderes ergeben. Die Papierproduktion ist super unnachthaltig. Bei der Produktion von diesem werden große Mengen Wasser verwendet. Außerdem geschiet das ganze unter massiven Chemikalieneinsatz. Zusätzlich darf man auch nicht vergessen, dass das ganze danach noch bedruckt und transportiert werden muss. Dies ist nicht zu vernachlässigen! Die meisten Studien, die solche niedrigen Zeiten angeben, sind im Auftrag der Papier bzw. Druckindustiren erstellt worden (nach meiner Rechere!).
Zusätzlich darf man auch eines nicht vergessen, und ich weiß das möchte man an deiner Stelle sicherlich auch nicht hören, aber viele lesen die ANP leider keine 10 Minuten.
Grundsätzlich ist es wiedereinmal schade, dass man hier eben nicht versuchen möchte auf die Bedürfnisse aller einzugehen. Also was schadet es, wenn man die Leute berücksichtigt und mitnimmt, die das ganze nicht in Print haben wollen (und davon gibt es tatsächlich ziemlich viele...). Du und jeder andere, der das ganze ding gedruckt haben will, soll es ja weiterhin auch so bekommen dürfen. Man muss das ganze aktiv umstellen, dass der Versand nurnoch rein digital verläuft (Was man über eVEWA ja recht leicht direkt bei seinem Stafü machen kann). Bedeutet, keiner hat einen Nachteil, es gibt nur eine Menschen gruppe mehr, die einen Vorteil hat und sich endlich auch wahrgenommen fühlt. Es ist defacto nur eine Bereicherung und wird bei diesen auch die Wertschätzung an die ANP erhöhen, weil sie diese nach meinem Gefühl öfter auch mal lesen werden...
Ich wünsche mir hier klar eins: Den Mitgliedern zu zeigen, dass wir ihre wünsche und intressen ernst nehmen, gerade wenn es NIEMANDEN schadet (und nebenbei der Umwelthilft und Geld spart)
Sören Bröcker:
herzlichen Dank für deine Rückmeldung.
Ich habe mich nie gegen den digitalen Bezug unserer anp ausgesprochen, sondern nur aufgezeigt, wie es um Printausgaben steht und welchen Wert / Nutzen diese im Gegensatz zur rein digitalen haben.
In der Diskussion rund um den reinen digitalen Bezug der anp gibt es meiner Meinung nach mehrere Aspekte, die beachtet werden sollten, bevor man darüber abstimmt.
Eva Lubnau: